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Buchweizen

Buchweizen Redaktion KOCHEN

Der Weizen, der gar kein Weizen ist, hat einen herrlich nussigen Geschmack.

Glutenfreie Proteinbombe

Als Pseudogetreide ist Buchweizen von Natur aus glutenfrei und somit bestens für Menschen mit Zöliakie oder einer Glutensensitivität /-unverträglichkeit geeignet. Buchweizen enthält mehr Zink, Kupfer und Mangan als die meisten Getreidesorten. Sein Gehalt an Ballaststoffen und Proteinen mit wertvollen Aminosäuren verzögert die Aufnahme von Glukose ins Blut, was den Blutzuckerspiegel stabil hält.

Vielseitig geniessbar

Das bekannteste Schweizer Gericht mit Buchweizen sind wohl die Puschlaver Pizzoccheri, meist etwas dickere Buchweizennudeln, mit Kartoffeln und Gemüse gekocht und mit Käse, Knoblauch, etwas Butter sowie Salbei verfeinert. Weitere international bekannte Buchweizen-Klassiker sind russische Blini, französische Crêpes (Galettes Bretonnes) und japanische Soba-Nudeln. Die gerösteten Buchweizenkörner, Kasha genannt, sind vor allem in der russischen und osteuropäischen Küche eine beliebte Zutat für Pilaws und Salate, gerne auch zusammen mit anderen Pseudogetreiden wie Quinoa. Besonders gut passt Kasha auch zu Pilzen und zu Gemüsesorten mit kräftigem Aroma wie Zwiebeln, Tomaten oder Kürbis.

Ein Pseudogetreide

Trotz seines Namens hat Buchweizen überhaupt nichts mit Weizen zu tun; er stammt nicht einmal von Gräsern ab, sondern gehört zur grossen Familie der Knöteriche, zu der auch Rhabarber oder Sauerampfer gehören. Diese als «Pseudogetreide» bezeichneten Körnerfrüchte besitzen anders als Weizen oder Roggen keine Eigenbackfähigkeit (also kein Getreideeiweiss/Weizenkleber), doch sonst werden sie ähnlich wie Getreidearten verarbeitet und eingesetzt.

Eine alte Kulturpflanze

Buchweizen wird nachweislich bereits seit rund 8000 Jahren als Nahrungsmittel genutzt. Vor allem in China und Japan spielte er eine bedeutende Rolle und verbreitete sich von dort nach Russland, in die Türkei und nach Europa. Heute sind China und Russland die grössten Buchweizenproduzenten. Als Kulturpflanze bietet Buchweizen jede Menge Vorteile: Er reift rasch, gedeiht auf sauren und mageren Böden, ist schädlingsresistent und kann als Bodendecker den Unkrautwuchs unterdrücken.