Gewürzgarten

Garam Masala

Garam Masala Redaktion KOCHEN

Das «heisse» Gewürz aus Indien − intensiv duftend und vielfältig verwendbar.

Was wir hierzulande als Curry-Gewürzmischung kennen, existiert in Indien so nicht, denn dort werden sie als Masalas bezeichnet. Die wohl bekannteste ist Garam Masala, das «heisse» Gewürz. In Hindi bedeutet Garam «heiss» und Masala steht für Gewürz. Mit «heiss» ist aber nicht die Schärfe gemeint, denn Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriander, Muskatblüte, Kardamom, Zimt und Ingwer werden in der Ayurvedischen Küche als wärmend eingestuft.

Die Zusammensetzung von Garam Masala ist so vielfältig wie die indische Esskultur. Es gibt keine feste Rezeptur für diese Gewürzmischung, welche sich je nach Region stark unterscheidet und aus bis zu zwei Dutzend verschiedenen Gewürzen bestehen kann. Beinahe jede Familie hat ihr eigenes Rezept, und so können Masalas genauso mild bis sehr scharf sein. Zudem fehlt bei vielen Masalas die für uns typische gelbe Farbe einer Currymischung, meist sind sie eher bräunlich. Masalas gibt es übrigens nicht nur in Indien. Die Inseln La Réunion und Mauritius im Indischen Ozean wurden neben vielen anderen Kulturen ebenfalls durch die indische Esskultur beeinflusst und so hat die Gewürzmischung den Weg auch in diese Küchen gefunden.

Garam Masala ist eine kräftige Gewürzmischung, die man eher sparsam dosieren sollte. Besonders ausgewogen und «warm» schmeckt sie, wenn man das Gewürz zuerst in etwas Butter oder Öl andünstet beziehungsweise leicht anröstet; dies intensiviert das Aroma. Garam Masala kann vielfältig verwendet werden: Es passt zu Gerichten mit Linsen und Hülsenfrüchten wie dem Dal, verfeinert Joghurtmarinaden oder würzt mit seiner runden Note geschmorte Fleischgerichte mit Huhn, Lamm- oder Rindfleisch.

Gemüsegerichten wie Aloo Palak, einem indischen Kartoffel-Spinat-Eintopf, verleiht Garam Masala genauso die richtige Würze wie geschmorten Auberginen oder Blumenkohl. Und überall dort, wo bei uns Currypulver zum Einsatz kommt, kann man auch Garam Masala verwenden. Wem die intensiv gelbe Farbe des Currys fehlt, fügt der Masala einfach noch 1−2 Teelöffel Kurkumapulver bei, denn dieses ist massgebend für die Farbe.