Marktfrisch

Rüebli und Randen

Rüebli und Randen Redakion KOCHEN

Das ist der Vorteil an altbewährten Gemüsesorten: Man kann sie kulinarisch immer wieder neu entdecken.

Es ist kein Geheimnis: Mengenmässig gehören Rüebli neben Tomaten und Kartoffeln klar zu den bedeutendsten Gemüsen in Europa. Da die Herbstsorten gut gelagert werden können, sind sie fast während des ganzen Jahres aus inländischer Produktion erhältlich. Allerdings betrifft das fast ausschliesslich die orangen Sorten. Diese wurden vermutlich erst im 17. Jahrhundert in Holland gezüchtet und verbreiteten sich dann in Europa. Besonders im 19. und 20. Jahrhundert gab es enorm viele Neuzüchtungen, auch von farbigen Sorten, die fälschlicherweise oft für alte Sorten gehalten werden. Eine Rückbesinnung auf wirklich ursprüngliche Formen des Rüeblis findet – beispielsweise dank ProSpecieRara – vermehrt wieder statt.

Noch älter als das Rüebli ist die Rande, deren Kultivierung bereits in der Antike begann; Ausgangsform war die wilde Rübe, aus welcher auch Mangold und Zuckerrübe hervorgingen. Nicht zuletzt dank der Benediktiner und ihrer Klostergärten verbreitete sich die Rande im Mittelalter in ganz Europa. Heute werden die Wurzeln auf der ganzen Welt in der gemässigten Klimazone angebaut; wobei Russland punkto Anbau und Verbrauch die Weltspitze anführt; aber auch die USA, Kanada, Polen und die skandinavischen Länder produzieren grössere Mengen. Da Randen wie Rüebli gut zu lagern sind, sind sie das ganze Jahr über auf dem Markt erhältlich.