Marktfrisch

Salatmahlzeiten

Salatmahlzeiten Redaktion KOCHEN

Da haben wir den Salat! Und in diesem Falle ist das nichts Unangenehmes, denn die unterschiedlichsten Salatkreationen sorgen für höchstes Wohlbefinden.

Was ist Salat? Intuitiv kommt schnell der Gedanke «Was soll diese Frage, das ist doch ganz einfach!» – doch bei näherer Betrachtung erweist es sich als kniffliger als gedacht. Die Assoziation Salat = Gemüse ist nicht falsch, aber auch nicht korrekt, da Meeresfrüchtesalat oder ein deftiger Wurstsalat je nachdem gänzlich ohne «Grünzeug» auskommen. Egal, ob Gemüse, Fleisch, Wurst, Fisch, Meeresfrüchte, Käse, Geflügel oder Pilze – man kann aus allem Salat machen. Ein Blick auf die Wortherkunft ist zwar erhellend, aber nicht völlig befriedigend: Das Wort Salat stammt aus dem Französischen, Italienischen und ganz ursprünglich aus dem Lateinischen. Dort bedeuten die Wörter salade (französisch), insalata (italienisch) und salata (lateinisch) so viel wie «eingesalzen». Damit verweist die Wortherkunft auf die ursprüngliche Art der Speise: ein mit Salz haltbar gemachtes Gericht. Zu fast jedem Salat gehört ausserdem eine Salatsauce entweder auf der Basis von Mayonnaise, Öl oder eine reine Öl-Essig-Mischung. Aber eben: Kaum erwähnt man die Kategorie der Fruchtsalate, erweist sich auch dieser Definitionsversuch als nicht abschliessend. «Aber ein Kopfsalat ist doch ganz eindeutig ein Salat», mag man jetzt noch vielleicht mit einem Verweis auf einen vermeintlichen botanischen Sachverhalt einwerfen. Doch auch hier ist es kompliziert, denn die Bezeichnung «Salatpflanze» ist weder ein systematischer Begriff des Gartenbaus noch der Botanik; es ist vielmehr eine ernährungs- und küchentechnische Einordnung anhand der Zubereitung: Salatpflanzen im klassischen Sinne sind Blattgemüse, so weit so intuitiv. Nichtsdestoweniger gehören zu den meisten Salatmischungen dann noch ganz andere Gemüse wie Tomaten, Rüebli, Zwiebeln, Sprossen sowie Getreide, Pilze, Nüsse oder Wildkräuter. Ist Salat denn einfach nur ein wildes Durcheinander? Möglicherweise. Postmodern ausgedrückt ist der Begriff einfach nur «bedeutungsoffen» - für Geniesserinnen und Geniesser sind das gute Nachrichten, denn so dürfen wir uns noch auf unzählige neue Kreationen freuen.