ZUTAT
Pastinake

Die gelblich-braune Rübe, die gerne mit der Petersilienwurzel verwechselt wird, ist verwandt mit Rüebli, Sellerie und Fenchel, aber auch mit Gewürzen wie Anis, Kümmel, Koriander, Dill und Petersilie. Deshalb auch die magenfreundliche Wirkung: Wie Kümmel hat die Pastinake die Eigenschaft, Blähungen zu verhindern. Einst war sie eines der beliebtesten Wintergemüse, dann wurde sie jedoch durch die Kartoffeln und neuere Rüeblisorten verdrängt. Heute liegt sie dank ihrer inneren Werte, aber auch ihrem feinen Geschmack nach Rüebli und Petersilie wieder voll im Trend.

Zutatenkategorie Gemüse

Das leicht süsslich-nussig schmeckende Wurzelgemüse zählte bis ins 18. Jahrhundert zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Doch mit dem Siegeszug der Kartoffel gerieten die hellen Wurzeln bei uns zunehmend in Vergessenheit. Inzwischen hat die Pastinake − nicht zuletzt dank der Biobewegung – wieder an Bedeutung gewonnen. Immer beliebt hingegen waren die Pastinaken in den USA, Grossbritannien, Frankreich und Skandinavien, wo sie als Delikatesse gelten und entsprechend kultiviert werden. 

Die Pastinake wird oft mit der Petersilienwurzel verwechselt, da beide Gemüsesorten nicht nur eine ähnliche Form, sondern auch eine helle Schale und weisses Fruchtfleisch besitzen. Geschmack und Geruch sind aber sehr unterschiedlich. Während eine Petersilienwurzel intensiv nach Petersilie duftet und schmeckt, kommt bei der Pastinake die Verwandtschaft zum Rüebli zum Tragen. Riecht das Wurzelgemüse also eher herb und erdig, hat man eine Petersilienwurzel vor sich, ein süsslicher Duft zeigt hingegen eine Pastinake an. Aber auch wer genau hinschaut, kann einen Unterschied entdecken: Während der Blattansatz bei der Pastinake eingesunken ist, wölbt sich dieser bei der Petersilienwurzel wie ein kleiner Berg nach oben.

Die kegelförmigen, sehr spitz zulaufenden Speicherwurzeln wachsen unter der Erde und sind der Teil, der bei uns im Handel erhältlich ist. Doch auch die Blätter, Triebspitzen, Blüten und Samen der Pastinake können gegessen werden. Die Blätter und Triebspitzen eignen sich ähnlich wie Petersilie zum Würzen, die essbaren Blüten sind eine hübsche Dekoration oder Salatzutat, und sogar die Samen lassen sich als kümmelartiges Gewürz verwenden.

Pastinaken werden ab September geerntet und haben den ganzen Winter über Saison. Sie zählen zu den wenigen Gemüsesorten, deren süsslich-mildes Aroma sich durch Frost erst so richtig entfaltet. Im Handel werden sie meistens mit einem Gewicht bis zu 300 g angeboten, aber sie können auch gut und gerne 1,5 kg schwer werden. Die Pastinake ist leicht verdaulich, weshalb sie auch als Babynahrung beliebt ist. Zugleich sind die Wurzeln sehr gesund: Sie enthalten viele Mineralstoffe wie Eisen und Zink sowie B-Vitamine. Zudem sind die Wurzeln reich an Kohlehydraten und sättigen daher sehr gut.

Pastinaken können ähnlich wie Rüebli zubereitet werden, sind aber schneller gar. Sie sind beliebte Suppenzutat, schmecken gedünstet in Butter oder geröstet im Ofen als Gemüse, und zusammen mit Kartoffeln ergeben sie ein feines Püree. Geraffelt schmecken Pastinaken auch als Rohkost.