Kerbel

Der Garten-Kerbel, eine einjährige Pflanze, wird bei uns als Kulturpflanze angebaut, ist in klimatisch günstigen Gegenden Mitteleuropas aber auch als Wildform zu finden. Am aromatischsten schmeckt Kerbel in der vollen Blüte. Aber wieso soll man Kerbel verwenden, wenn heute überall die glatte Petersilie erhältlich ist? Ganz einfach, weil das als Suppenkraut oder auch French Parsley bekannte Würzkraut eine leichte Fenchel- resp. Anisnote aufweist und als Ganzes eleganter schmeckt als die rustikalere Petersilie. Kerbel verträgt sich auch bestens mit anderen Kräutern. So ist es Bestandteil der «fines herbes», der klassischen französischen Kräutermischung, welche nebst Kerbel auch Petersilie, Schnittlauch und Estragon enthält. Das zarte Frühlingskraut hat es aber auch unabhängig seines Geschmackes in sich: Kerbel ist reich an Vitaminen und soll kreislaufanregend und entschlackend, magenstärkend, blutreinigend und entwässernd wirken.

Das feine Kerbelaroma entfaltet sich besonders gut in cremigen Suppen und Saucen und passt zu Fisch, zartem Fleisch wie Geflügel oder Kalb, zu Eiern und natürlich zu jungem Gemüse wie Kohlrabi, Bundkarotten oder neuen Kartoffeln. Kerbel verliert durch langes Mitkochen einen Grossteil seines Aromas, deshalb immer erst am Schluss an warme Gerichte geben!