Koriander

Der bittere, leicht nach Moschus duftende Koriander ist ein anspruchsloses Gewächs, welches auch in unseren Breitengraden hervorragend gedeiht, obwohl es ursprünglich aus Südeuropa und dem Vorderen Orient stammt. Die einjährige Pflanze wird bis zu 80 cm hoch und gedeiht am besten an sonniger Lage. Ausgesät wird im April, damit man im Juli und August ernten kann.

Das Korianderkraut ist wegen seines intensiven parfümartigen Aromas für unseren Gaumen gewöhnungsbedürftig. In der Thai-Küche, in Brasilien, Mexiko und Indien ist es aber nicht wegzudenken. Und als wesentliche Zutat gehört es frisch, getrocknet oder als Blütensamen in Currymischungen, Chutneys und scharfe Salsas. Gerade wegen dieser Anwendungsvielfalt bezeichnet man frischen Koriander auch als orientalische Petersilie; oft wird er deshalb auch durch die glättblättrige Petersilie ersetzt

Korianderblätter sollte man wenn möglich klein zerzupfen oder nur grob hacken; zu stark zerkleinert werden zu viele ätherische Öle frei, die einen starken und alles übertönenden Geschmack besitzen. Frischer Koriander verliert beim Mitkochen viel von seinem Aroma; deshalb mindestens einen Teil erst am Schluss frisch über die Gerichte streuen.

Zum Aufbewahren legt man frische Korianderblättchen am besten fein gehackt in Öl ein.

Frischen Koriander kann man übrigens selbst ziehen: Korianderkörner aus dem Gewürzglas 2 Tage einweichen, dann in feuchte Erde geben und jeden Tag giessen. Nach einer guten Woche sollten die Körner gekeimt haben, nach weiteren 2 Wochen kann man das erste Grün ernten.