Meerrettich

Mit dem «Meer» hat die scharf schmeckende Wurzel nichts zu tun, wohl aber mit dem verwandten Rettich. Meerrettich leitet sich vom Wort Mähre ab, dem alten Wort für Pferd, weil man die Pflanze früher vor allem den Pferden zu fressen gab. Frisch geriebener Meerrettich riecht und schmeckt wegen seines Senfölgehalts oft so beissend scharf, dass die Augen zu tränen beginnen. Meerrettich passt besonders gut zu Rindfleisch, geräuchertem Fisch, Eiern und winterlichen Gemüsen wie Randen oder Schwarzwurzeln. Für eine schnelle kalte Sauce kann man ihn mit geschlagenem Rahm, Sauermilch, saurem Halbrahm oder Mayonnaise verrühren. An warme Saucen darf man ihn erst ganz am Schluss geben, weil sich bei Hitze seine ätherischen Würzöle schnell verflüchtigen.

Gerieben ist er auch in guter Qualität in der Tube oder im Glas erhältlich; er schmeckt dann feinwürziger als die frische Wurzel.