Strudelteig

Strudelteig

Strudelteig selber zu machen, ist längst nicht so schwierig, wie man denken könnte. Einerlei, ob Strudelteig von Hand oder mit der Maschine hergestellt wird, wichtig ist, dass man ihn lange genug knetet. Dabei bildet das Eiweiss im Mehl, der sogenannte Kleber, lange Stränge, welche die Voraussetzung schaffen, dass ein Teig sehr gut dehnbar wird. Ein hausgemachter Strudelteig ist damit auch elastischer als gekaufte Strudelteigblätter, welche viel trockener sind und deshalb auch gerne reissen. Mit einem hausgemachten Teig lassen sich auch Löcher besser schliessen. Nach dem Ausziehen soll er so durchsichtig sein, dass man darunter eine Zeitung lesen kann. Ersetzt werden kann Strudelteig durch Filo-Teig, der orientalischen Variante des Strudelteiges. Weil dieser noch dünner ist, müssen zum Belegen mehrere mit Butter bestrichene Blätter aufeinander gelegt werden.

Ausgezogenen Strudelteig kann man tiefkühlen: dicke Randpartien wegschneiden, Backpapier über den Teig legen und aufrollen. Bei Zimmertemperatur ist er in etwa 30 Minuten aufgetaut. Die Teigblätter immer in der verschlossenen Packung lassen, sonst trocknen sie innert weniger Minuten aus. Aus diesem Grund müssen sie vor dem Füllen auch mit flüssiger Butter bestrichen werden.

Fertigen Strudelteig gibt es am häufigsten in Paketen à vier Teigblätter zu kaufen. Sind nur zwei Blätter pro Paket enthalten, sind diese entsprechend grösser. In diesem Fall ein Strudelteigblatt mit Butter bestreichen, halbieren und die nach oben liegende Seite nochmals bebuttern. Anschliessend wie im Rezept beschrieben füllen. Fertig-Strudelteig sollte man mindestens ½–1 Stunde vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen, damit er sich besser verarbeiten lässt. Unterlässt man dies, können die Blätter beim Entfalten reissen oder zerbröseln, weil der hauchdünne Teig durch das Kühlen «hart» geworden ist.