Wodka

Wodka

Zu Kaviar und Blinis serviert ist das eisgekühlte “Wässerchen” (vom russischen “voda” = Wasser) unschlagbar; am besten stellt man Flasche und Gläser gleich in den Tiefkühler. In hiesigen Kulturen mag allerdings Stirnrunzeln hervorrufen, dass der glasklare Brand in seiner Heimat - Polen, Russland und das Baltikum streiten sich um das Vorrecht - heute noch gerne unverdünnt zum Essen getrunken wird. Dass dabei nicht unbedingt ein Kater herausschauen muss, liegt an seiner Eigenart, die auch gleichzeitig seine Stärke ist: Der handelsüblich aus Korn (Weizen, Roggen, gelegentlich auch Kartoffeln) hergestellte Schnaps schmeckt sozusagen nach nichts. Dies darum, weil beim Brennen und Filtern fast alle aromatisierenden Begleitsubstanzen eliminiert werden. Allzu oft sollte man dieses Faktum jedoch nicht überprüfen wollen ... Klar, dass sich Wodka für Cocktails geradezu aufdrängt: Als “Black Russian”, “Screwdriver” und “Bloody Mary” haben es “Smirnoff”, “Stolichnaya”, “Finlandia” und Konsorten in den Cocktailhimmel geschafft.