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Das perfekte Raclette

Das perfekte Raclette

Unsere Tipps für den perfekten Raclette-Genuss:

1. Welcher Käse?

Natürlich sind die Käse aus den Walliser Bergtälern für Raclette besonders gut geeignet, sind sie doch rahmig und vollfett, weisen einen tiefen Schmelzpunkt auf und werden beim Erkalten nicht zäh. Nur Käse, der aus Walliser Milch im Wallis hergestellt wird, darf die Bezeichnung Raclette AOC tragen.

Doch es gibt auch viele andere Käse, die sich für Raclette eignen. Der Verwendung entsprechend heissen sie oft einfach «Raclette». Aber auch mit anderen Käsesorten lässt sich pröbeln. Gut geeignet ist zum Beispiel der Innerschweizer Bratchäs, aber auch Scheiben von Tilsiter, Appenzeller sowie von verschiedenen Weichkäsen wie Camembert oder Reblochon schmecken geschmolzen ausgezeichnet.

Die Rinde beim Raclettekäse ist normalerweise leicht abgeschabt. Aus diesem Grund die Rinde nicht wegschneiden, denn sie wird beim Schmelzen schön knusprig und ist sehr aromatisch.

Für eine vollständige Raclette-Mahlzeit rechnet man 200–300 g Käse pro Person. Wird der Käse nicht in kleinen Raclette-Formen geschmolzen, sondern vom Laib gestrichen, muss man total mindestens 300 g Raclettkäse dazurechnen, da beim Anbstreichen nicht das ganze Stück aufgebraucht werden kann.

Falls Raclettekäse übrig bleibt, verpackt man ihn in Klarsichtfolie. Auf diese Weise hält er sich im Kühlschrank etwa 8 Tage. Der zartschmelzende Käse eignet sich auch hervorragend für Käseschnitten oder Gratins, verleiht Fonduemischungen einen besonderen Schmelz und bereichert – zusammen mit Trockenfleisch und Rohschinken – den Walliser Teller oder die Käseplatte.

2. Die Beilagen

Traditionell werden in der Schale gegarte, möglichst kleine Kartoffeln als Beilage zum Raclette serviert. Man rechnet pro Person 200–250 g. Eine spannende Alternative dazu kann aber auch Gemüse sein, wie zum Beispiel Rüebli, Pastinaken, Sellerie, Lauch, Peperoni, Blumenkohl oder Broccoli. Mit Ausnahme von Tomaten und Zwiebelen, die beide in Scheiben geschnitten werden, muss das Gemüse vorgegart werden.

Eine originelle Abwechslung sind auch kleine Kartoffeln, die man der Länge nach halbiert oder viertelt, mit wenig Öl, etwas Salz und nach Belieben mit Kümmel würzt und im Ofen mit Umluft bei 180 Grad 30–40 Minuten weich und knusprig backt.

Als würzende Zutaten werden traditionelle Cornichons, Silber- oder andere eingelegte Zwiebeln, Mini-Maiskölbchen und Mixed Pickels aufgetischt. Auc heine kräftige Prise frischer, nicht zu fein gemahlener Pfeffer sowie nach Belieben Paprika oder Curry gehörten dazu. Zudem gibt es auch hier weitere köstliche Beilagen, wie unsere Rezepte zeigen.

3. Was man trinkt

Wers ganz echt mag, serviert zum Raclette Weisswein aus dem Wallis. Aber auch andere, eher trockene Weissweine, Rosé oder ein kühles, helles Bier passen dazu. Kenner empfehlen zudem Schwarztee, weil er angeblich die Verdauung anrege.

Was man trinkt