Kirschen

Die bei uns bekanntesten Kirschen sind die hell- bis dunkelroten Schattenmorellen. Auch Weichseln und Sauerkirschen findet man während der kurzen Kirschenzeit von Juli bis Mitte August auf dem Markt. Je nach Sorte eignen sich feste, trockene Kirschen eher zum frischen Verzehr, vollfleischig-saftige Früchte zum Kochen und Backen. Ausserhalb der Saison muss man sich mit Früchten aus der Dose oder aus dem Glas behelfen. Der Vorteil ist, dass die Kirschen aus der Konserve schon entsteint und somit sofort gebrauchsfertig sind.

Achten Sie darauf, dass die leicht verderblichen Früchte beim Kauf trocken und am besten noch am Siel sind. Auf einem Tablett flach ausgebreitet und an einem kühlen Oft aufbewahrt bleiben sie 2-3 Tage frisch. Früchte vor dem Tiefkühlen oder Haltbarmachen entsteinen, da sie sonst nach einiger Zeit einen bitteren Geschmack entwickeln.

Ein Abzählvers aus meiner Kindheit lautete: «Chirschi gässe, Wasser trunke, Buuchweh, Dokter, Schpitau, gschtorbe.» Was ist dran an der Geschichte? Bauchschmerzen nach Kirschengenuss gibts nur bei Gärprozessen im Magen, und für diese braucht es Keime. Früher fanden sich diese auf Obstschalen und im Trinkwasser. Heute tummeln sich auf der Schale immer noch Keime, diese werden aber beim Waschen zum grössten Teil entfernt, der Rest durch die Magensäure abgetötet. Wasser und Kirschen vertragen sich heute also bestens!

Die Früchte sollten erst unmittelbar vor dem Gebrauch und immer mit Stiel gewaschen werden, damit sie sich nicht mit Wasser vollsaugen können.