Fenchelsamen

Fenchelsamen

Wie viele Gewürze, so ist auch der Fenchel eine alters her bekannte Heil- und Gewürzpflanze. Die Chinesen, Inder, Ägypter, Griechen und Römer kannten sie längst, bevor Benediktinermönche im Mittelalter die ersten Fenchelstauden vom Mittelmeergebiet nach Norden ins deutschsprachige Gebiet brachten.

Warenkunde
Die mehrjährige, 1 bis 2 Meter hohe Pflanze, wächst in der Mittelmeergegend wild, in fast allen wärmeren Gegenden Europas sowie in Nordafrika und Asien wird sie kultiviert. Der Fenchel braucht lange, trockene und warme Sommer, viel Licht, kalkhaltigen, humosen und feuchten Boden, dann erfreut er von Juli bis Oktober Mensch, aber auch Bienen, mit seinen gelben Blüten.

Verantwortlich für den Duft und Geschmack der Fenchelsamen sind unter anderem ätherische Öle, die auch in der Medizin genutzt werden. Im Altertum glaubte manan die Wirkung von Fenchelsamen als Aphrodisiakum genauso wie gegen Skorpionstiche, Schlangenbisse, den Teufel sowie allerlei Böses. Heute ist man bescheidener und nutzt Fenchelsamen zur Anregung des Appetites, zur Förderung der Verdauung und zur Linderung von Blähungen. So kann vom Fencheltee gar manches Baby ein Lied singen.

Zubreitungstipps
Nebst den Knollen, die man als Gemüse kennt, werden auch die Samen genutzt. Diese erinnern geschmacklich stark an Anis, wenn auch mit einem Hauch Kampfer. Man findet sie oft in der italienischen, französischen und asiatischen Küche, wo sie von Salat über Brot bis hin zu Salami (versuchen Sie einmal die wunderbare florentinische «Finocchiona») mehr oder weniger alles würzen.

Ganz besonders gut harmonieren Fenchelsamen – vorausgesetzt sie werden vorsichtig dosiert – mit Dill, Knoblauch, Zwiebeln, Oregano, Thymian, Petersilie und Salbei. Eine besondere Verwendung hat man in Indien: Zur Färderung der Verdauung werden kandierte Fenchelsamen gekaut, als Atemfrischer dient das ebenfalls Fenchel enthaltenden «Paans».

Die Fenchelsamen wenn möglich immer im Mörser zerstossen, dann entfalten sie erst ihr volles Aroma.