Gurke

Ursprünglich stammt die zu den Kürbissen zählende Gurke aus Indien, wird heute aber weltweit angebaut. Die langen, schlanken und sehr wärmebedürftigen Salatgurken mit glatter, dunkelgrüner Schale werden in Gewächshäusern, hauptsächlich in Holland, im grossen Stil angebaut. Inländische Produkte findet man zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober im Markt. Die kurzfruchtige, leicht gestachelte Nostrano-Gurke wird in den USA und den Mittelmeerländern im Freien angebaut. Nostrano-Gurken haben einen angenehmen, sehr kräftigen Gurkengeschmack und sind daher sehr beliebt. Bei dieser Sorte empfiehlt es sich, die Gurken immer von der Blüte zum Stiel hin zu rüsten, sodass sich allfällige Bitterstoffe, die vor allem im Stielansatz sitzen, nicht über die ganze Frucht verteilen. Weiche, biegsame Gurken oder ein schwammiger Blüten- oder Stielansatz sind Zeichen minderer Qualität. Hingegen kann man bei Freilandgurken ohne weiteres auch gelbliche Gurken wählen. Sie sind einfach etwas reifer und enthalten mehr Kerne. Mit 98 Prozent Wasser und bloss 10 Kilokalorien pro 100 Gramm ist Gurke das wasserreichste und zugleich energieärmste Gemüse. Gurken sind wassertreibend und harnsäurelösend und daher wohltuend bei Rheuma und Gicht. Obwohl Gurken hauptsächlich aus Wasser bestehen, enthalten sie einige wertvolle Inhaltsstoffe wie Folsäure, Kalium, Phosphor und Vitamin K, welches wichtig ist für die Blutgerinnung. Schon bei geringer Salzzugabe ziehen Gurken Wasser. Damit die wertvollen Stoffe nicht verloren gehen, lohnt es sich, Gurken so spät wie möglich zu salzen und den entstehenden Saft mitzuverwenden.

Treibhausgurken werden oft in Folie verschweisst verkauft. Dies hat nicht nur hygienische Gründe, sondern so verpackt bleiben die Gurken länger frisch: in der Folie ungefähr 2 Wochen, unverpackt nur etwa 1 Woche. Auch in Sachen Kälte und Hitze sind die Gurken heikel: Bei weniger als 10 Grad bekommen sie wässrige Stellen und faulen, bei über 20 Grad schrumpfen sie rasch.

Die Gurken gehören in die grosse Familie der Kürbisse, entsprechend gibt es zahlreiche Sorten. Die Haus- oder Schlangengurken sind die typischen langen, sattgrünen Früchte, die zu den Standardkulturen in Gewächshäusern gehören. Die Freiland-Salatgurke ist ebenfalls lang, mittelgrün und nur im Sommer erhältlich, ebenso wie die dicke, etwa 20 cm lange, dunkelgrüne Nostranogurke, die gekocht besonders aromatisch schmeckt. Ebenfalls eine typische Sommerspezialität sind die Einlege- und Schälgurken, die vor allem zu Essiggemüse, Cornichons und Senffrüchten verarbeitet werden.

Man findet sie je länger, je mehr auch bei uns auf Wochenmärkten und beim Grossverteiler.

Gurken für Salate unbedingt schälen, denn ohne Haut sind sie feiner im Geschmack und leichter verdaulich. Zum Kochen ist das Schälen ohnehin unerlässlich, da die Schale durch die Hitze zäh wird. Es lohnt sich auch, die Kerne mit dem nassen, fast durchsichtigen Fleisch herauszukratzen, da dieser Teil jedes Gericht verwässert.