Minze

Der erfrischende Geschmack der Minze ist in so manchem Getränk oder Gericht beliebt. Als Heilkraut hilft sie bei Kopfschmerzen und Magenbeschwerden, zudem ist sie appetitanregend und wirkt belebend.

Aus Tees, Kaugummis oder Bonbons ist sie gar nicht mehr wegzudenken, die Minze. Bereits die Ägypter und die Römer wussten das grüne Kraut zu schätzen – die einen als Grabbeigabe, die anderen als Heilkraut, Aphrodisiakum und Gewürz. Über 26 Sorten und 600 Varietäten gehören zu ihrer Gattung. Diese unterscheiden sich nicht nur im Aussehen – mal haben sie glatte, mal krause, mal grosse und mal kleine Blätter –, sondern natürlich auch im Geschmack. Die Pfefferminze zum Beispiel hat ihren Namen dank ihrem scharf-aromatischen Geschmack. Sie enthält viel menthol haltiges, ätherisches Öl, hat dadurch ein ausgeprägtes Mentholaroma und schmeckt scharf und kühlend. Fruchtminzen zeichnen sich durch weniger Menthol, dafür aber mit Zitrusaromen und einem fruchtigen Duft aus. Dabei reicht die Vielfalt der Geschmacksrichtungen von Orange über Grapefruit bis zu Erdbeere. Auch die Schokoladenminze gehört zu den mentholarmen Sorten. Und die schärferen Spearmint-Arten haben einen eher süsslichen und kühlenden Geschmack.

Ein eigenständiger Geschmack
In der orientalischen Küche wird Minze nicht nur für den beliebten süssen Tee verwendet, sondern auch in so manchem pikanten Gericht darf sie nicht fehlen. Die Engländer servieren eine Minzsauce zu Lamm und in ihrer After Eight-Schokolade darf der Geschmack des grünen Krautes natürlich auf keinen Fall fehlen. Auch in unserer Küche werden immer häufiger sowohl die frischen als auch die getrockneten Blätter für Salate, Dips, Saucen, Suppen, Drinks, Glaces oder Desserts verwendet. Der eigenständige Geschmack der Minze verträgt sich jedoch weniger mit anderen Kräutern – nur mit Petersilie und Knoblauch harmoniert sie perfekt. Frisch Minze ist das ganze Jahr über erhältlich und kann in einem Wasserglas eingestellt oder in einem feuchten Tuch eingeschlagen einige Tage gelagert werden. Natürlich kann Minze auch getrocknet werden – so findet man sie ja in Teebeuteln –, jedoch verliert sie dann ihren unverwechselbaren frischen Geschmack.

Für starke Nerven
Das Menthol ist verantwortlich für den kühlen Geschmack der Minze. Es wirkt schmerzlindernd, krampflösend, durchblutungsfördernd und kühlend. Minze wird bei Kopf- oder Muskelschmerzen, Erkältungen, Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Sie ist aber auch appetitanregend, wirkt belebend und stärkt die Nerven. Es ist jedoch nicht ratsam, den magenberuhigenden Tee in zu grossen Mengen zu geniessen, da der hohe Mentholgehalt den Magen auf Dauer reizen kann.