Morchel

Morchel

Was im Herbst die Trüffel ist, ist im Frühling die Morchel – nämlich selten und besonders edel. Es gibt sie mit gerundetem und spitzem Hut. Sie wächst in Laubwäldern, wo der Boden im Frühling noch vom Herbstlaub überzogen ist, an feuchten Stellen. Die Chance, im Wald Morcheln zu finden, ist nach einem kurzen Regen am grössten.

Frische Morcheln sind im Geschmack viel feiner als getrocknete. Wer an den starken Morchelgeschmack der Dörrplze gewöhnt ist, wird vielleicht enttäuscht sein.

Morcheln sind kalorienarm, enthalten jedoch reichlich Kalium und Nahrungsfasern. Wegen ihres hohen Chitingehaltes sind sie relativ schwer verdaulich und sollten nicht roh verzehrt werden.

Frische Morcheln sind schwer zu säubern, da sich in den porösen Hüten viel Sand, Erde und Kleingetier sammeln kann. Die Morcheln werden am besten mehrmals gründlich, aber vorsichtig unter fliessendem Wasser gespült. Man sollte die frischen Pilze nicht im Wasser liegen lassen, da sie sonst viel von ihrem Aroma einbüssen. Nach dem Waschen mit Küchenpapier trockentupfen.