Vanilleschote

Um das göttliche Gewürz, auch «Königin der Gewürze» genannt, ranken sich allerhand abenteuerliche Geschichten. Wir sind dem ebenso betörenden wie geheimnisvollen Duft der schwarzen Stangen gefolgt.

Aufbewahrungshinweise
Am besten bewahrt man Vanilleschoten wie alle Gewürze trocken, kühl und dunkel auf.

Warenkunde
Über die Hälfte der weltweit verkauften Vanilleschoten stammt heute aus dem «Triangle de l'or vert», dem «Vanilledreieck» auf Madagaskar. Dort wächst die Kletterorchidee Vanilla planifolia, deren Schoten als die besten gelten. Der Ursprung der Vanillefrüchte liegt aber im tropischen Amerika, wo sie als Zahlungs-, Genuss- und Heilmittel unentbehrlich waren. Die Spanier brachten die duftenden Schoten im 16. Jahrhundert aus Mexiko nach Europa, die Franzosen später in Ihre Kolonien im Indische nOzean und unter anderem nach Madagaskar, und mit den Holländern gelangte das feine Gewürz nach Java.

Die Kletterorchidee schlingt sich mit 2 bis 3 cm dicken Lianen bis 15 Meter an ihrer Wirtspflanze hoch und trägt um die hundert Kapselfrüchte. Die grosse Kunst ist es, den perfekten Erntezeitpunkt zu treffen. Danach folgt ein aufwändiges Bearbeitungsverfahren, bis die Vanilleschote schliesslich genussreif in unseren Küchen landet.

Kauftipps
Qualitativ gute Vanille erkennt man an geschmeidigen, weichen, runzligen und dunkel glänzenden Schoten.

Zubereitungstipps
Auch wenn Vanille meist für süsse Gerichte verwendet wird: Pikanten Gerichten verleiht sie ebenso einen unwiderstehlichen Duft und Geschmack!