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Forelle

Forelle Redaktion KOCHEN

Sie gehört zu den beliebtesten einheimischen Fischarten und ist als Speisefisch äusserst begehrt und ist sogar noch gesund.

Süss- oder Salzwasser?

Forellen gehören zur Familie der Lachsfische (Salmonidae). Je nach Lebensweise unterscheidet man drei Formen der Art Salmo trutta: Die Bachforelle lebt in kühlen, sauerstoffreichen Fliessgewässern. Sie erreicht 20 bis 60 cm bei einem Gewicht von 0,5 bis 2 kg, hat eine gelbliche Färbung und einen dunkelbräunlichen Rücken mit roten, hell umrandeten Tupfen.

Die Seeforelle lebt in Süsswasserseen, steigt aber zum Laichen in die Zuflüsse. Sie wird 80 bis 100 cm lang und 10 bis 15 kg schwer. Auffallend ist ihr silbrig glänzendes Schuppenkleid mit schwarzen Flecken.

Die etwa gleich grosse Meerforelle verbringt einen Teil ihres Lebens im Salzwasser und ähnelt in Lebensweise, Aussehen und Verhalten dem atlantischen Lachs. Zum Laichen steigt sie in Flüsse bis hin zu kleinen Bächen auf.

Hätten Sie es gewusst?

Die Regenbogenforelle ist keine heimische Art. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus den USA und Kanada eingeführt. Wegen ihrer Robustheit verdrängte sie zum Teil die einheimische Bachforelle. Die schwarz gepunktete Regenbogenforelle hat seitlich je einen roten Streifen auf dem Körper und ist ein gefragter Speisefisch. Sie wird auch in künstlichen Teichen gezüchtet.

Die Lachsforelle hingegen ist keine biologische, sondern eine Handelsbezeichnung für grosse, rote Forellen. Wegen ihrer Nahrung (vorwiegend Krustentiere), färbt sich ihr Fleisch rötlich – bei den meisten gezüchteten Exemplaren versetzt man das Futter jedoch künstlich mit aus Algen gewonnenem Carotinoid.

Toller Speisefisch

Forellen schmecken sehr gut gegrillt. Ein Klassiker ist Forelle blau: Der Fisch gart in einem Essigsud und bekommt so eine leicht bläuliche Farbe. Wichtig ist, den sich auf der Haut befindenden Schleim nicht zu entfernen, da dieser die spätere Blaufärbung hervorruft.

Eine weitere beliebte Spezialität ist Forelle Müllerin. Die Fische werden in Mehl gewendet, gebraten und mit Petersilie und geschmolzener Butter serviert. Guter Tipp: Die Forelle ist gar, wenn sich die Rückenflosse leicht herauslösen lässt.

Gesund und gut

Forellen sind reich an Omega-3 Fettsäuren und sind mit fast 20 Prozent Eiweiss pro 100 Gramm ein grossartiger Proteinlieferant. Ausserdem sind sie reich an Vitaminen aus der B-Gruppe, die für Nerven und Gehirn sowie für Stoffwechsel-Prozesse aller Art eine wichtige Rolle spielen. Besonders hoch ist der Niacin-Gehalt: Dieses Vitamin regelt unter anderem den Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Aminosäuren und Fettsäuren.