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Erdbeere
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Sie gilt als Beere aller Beeren und es gibt kaum jemand, der sich nicht mag: die Erdbeere. 

Zutatenkategorie Beeren

Botanisch gehört die Erdbeere zur grossen Familie der Rosengewächse. Die grossfruchtige Gartenerdbeere, so wie wir sie alle kennen, ist nicht aus der wilden Walderdbeere entstanden, sondern ist eine Kreuzung aus zwei Arten, welche in Süd- und Nordamerika heimisch waren. Die beiden wurden um 1710 in Frankreich und England eingeführt und daraus entwickelte sich die heutige Erdbeere, die inzwischen in mindestens 1000 Sorten verbreitet ist. 

Keine «richtigen» Früchte

Botanisch gesehen sind die Erdbeeren nur Scheinfrüchte, denn die Beeren sind eigentlich die verdickten Böden der Blüten – ähnlich wie der fleischige Boden einer Artischocke. Die eigentlichen Erdbeerfrüchte jedoch sind die auf der äusseren Hülle sitzenden winzigen «Nüsschen», in deren Inneren sich die Samen befinden. 

Die bei uns wachsenden Erdbeersorten weisen unterschiedlichste Formen und Farben auf: von rundlich bis spitz, herz- oder nierenförmig, von hellem Rot über Orange-, Mittel- und Dunkelrot. Je windgeschützter und sonniger die Lage ist, in der die Erdbeeren gedeihen, desto früher können sie geerntet werden, in der Regel ab Ende Mai bis Ende Juli. Aber es gibt auch Herbstsorten, die bis Ende September Beeren liefern, und die so genannten Monatserdbeeren tragen Früchte von Juni bis zum ersten Frost. 

Erdbeeren sind reich an Vitamin C, B und K, und Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen machen die rote Beere zu einem kleinen Gesundheitspaket. Wegen der vielen Ballaststoffe und des hohen Wassergehaltes sind sie leicht verdaulich und mit 35 Kalorien pro 100 Gramm ein Leichtgewicht in Sachen süsse Zwischenverpflegung.

Die perfekten Partner

Erdbeeren schmecken kombiniert gut mit Rhabarber, Weichseln (Sauerkirschen), Aprikosen, Pfirsichen, Nektarinen, Johannisbeeren und Himbeeren. Gut zum Süssen sind Zucker, Himbeersirup und Honig und als Gewürze passen Vanille, schwarzer Pfeffer, Gewürznelken, Muskat, Basilikum, Estragon, Minze, Zitronenmelisse und Balsamicoessig.

Richtig lagern

Aufbewahren lassen sich reife Erdbeeren nur sehr kurz, maximal 3-4 Tage, dies jedoch nur, wenn sie in einwandfreiem Zustand sind. Früchte mit schlechten oder gar schimmligen Stellen müssen deshalb aussortiert werden. Einwandfreie Beeren wäscht man erst kurz vor Verwendung. Am besten halten sich Erdbeeren im Kühlschrank, indem man sie auf einem Teller nebeneinander ausbreitet und mit Klarsichtfolie deckt.

Walderdbeeren

Die kleinen Walderdbeeren wachsen nach wie vor wild in ganz Mitteleuropa und reifen im Juni bis August. Allerdings finden nur geduldige Sammler mehr als eine Handvoll dieser Erdbeer-Miniaturausgabe und sie sind deshalb frisch gepflückt eher eine Zwischenverpflegung. Ihre Blätter werden übrigens frisch oder getrocknet als gesunder Tee bei Bronchitis, Magenverstimmung, Gelbsucht und Gicht geschätzt. 

 

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