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Paprikapulver
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Mehr als 30 Paprika-Arten gibt es, doch nur die lackroten Früchte des Gewürzpaprikas sind für die Herstellung des Würzpulvers geeignet. Dennoch gibt es grosse Unterschiede in Schärfe und Aroma. Der Grund dafür liegt im unterschiedlichen Anteil der scharfen Samen im Pulver: Am höchsten ist er beim scharfen Rosenpaprika, wesentlich niedriger beim milden und feinen Delikatess- oder edelsüssen Paprika. Letztere beide Sorten haben einen überaus fruchtigen Geschmack und können deshalb löffelweise an ein Gericht gegeben werden. Mit etwas Glück findet man den optisch reizvollen Paprikaschrot. Dabei handelt es sich um edelsüssen Paprika, der nur grob gemahlen (geschrotet) wird. Paprikaschrot ist beim Grossverteiler leider nicht erhältlich und auch in Reformhäusern nur schwer zu finden. Paprikaschrot lässt sich durch die halbe Menge edelsüsses Paprikapulver ersetzen. Besonders intensiv entfaltet Paprika sein Aroma, wenn man ihn zuerst kurz in etwas Butter oder Öl auf kleinem Feuer andünstet und erst dann die Garflüssigkeit beifügt. Aber unbedingt darauf achten, dass das Fett nicht zu heiss ist, sonst schmeckt das Gewürz später bitter. Grund dafür ist der relativ hohe Zuckergehalt des Paprikas. Dieser lässt sich aber auch positiv nutzen: Sehr kurz angebratenes Fleisch (z. B. beim Niedergaren) bekommt dank Paprikapulver trotzdem eine appetitlich braune Kruste.

Paprika ist lichtempfindlich; man sollte ihn deshalb nur in kleiner Menge kaufen und in einem dunklen, luftdicht verschlossenen Glas aufbewahren.

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