Gewürzgarten

Schnittknoblauch

Schnittknoblauch Redaktion KOCHEN

Schnittknoblauch ist die perfekte Alternative für Bärlauch-Fans, wenn die kurze Saison des Frühlingskrauts bald zu Ende ist.

«Allium tuberosum» besitzt viele Namen. Neben der Bezeichnung Schnittknoblauch kennt man das nach Knoblauch duftenden Kraut auch als Chinalauch, Chinesischen Schnittlauch, Knoblauch-Schnittlauch oder kurz Knolau. Noch bekommt man Schnittknoblauch nur in gut assortierten Gemüseabteilungen oder in asiatischen Lebensmittelläden. Die Lösung des Problems: Er lässt sich auch ganz einfach im Topf kultivieren. Viele Gartenhäuser haben Schnittknoblauch bereits vorgezogen im Küchenkräutersortiment.

Die ursprüngliche Heimat des Gewürzkrauts befindet sich in China, genauer gesagt in der südwestlichen Provinz Shanxi. Längst wird es aber im ganzen ostasiatischen Raum angebaut und ist in Thailand oder auf den Philippinen genauso beliebt wie in der chinesischen Küche. Die mehrjährige winterharte Pflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse wird etwa 35 cm hoch und weist flache grüne Blätter auf. Neben den Blättern können auch die Stiele der Blüten sowie die Blüten selbst verwendet werden. Die Stiele sind nicht wie beim Schnittlauch hohl, sondern vollfleischig und schmecken am besten, wenn sich die Blüten noch nicht vollständig geöffnet haben.

Das Aroma ist milder als von Knoblauch und hinterlässt im Gegensatz zu diesem nach dem Genuss auch nicht den typischen Geruch – eine gute Alternative für alle, die zwar das Knoblaucharoma mögen, aber nicht dessen «Nebenwirkungen».

Roh kann Schnittknoblauch für Salate, Dips und Saucen verwendet werden, warm ist er ein aromatischer Begleiter zu gedünstetem Gemüse, aromatisiert aber auch Risotto, Pasta, Suppen und Saucen. Frischen Schnittknoblauch bewahrt man am besten im Kühlschrank in einem Gefrierbeutel auf oder stellt ihn wie ein Blumenstrauss in einen Becher mit etwas Wasser. Zum Trocknen eignet sich Schnittknoblauch nicht, da er stark Aroma verliert. Tiefkühlen hingegen ist kein Problem. Am besten schneidet man ihn dazu fein und lässt ihn lose ausgelegt auf einem Backpapier gefrieren; anschliessend in ein gut verschliessbares Gefäss umfüllen.