Chili

Chili

Die Chilipflanze stammt aus Mittel-und Südamerika und eroberte von da aus alle Teile unseres Erdballs. Chilis gibts in einer riesigen Auswahl an Formen und Farben; meist sind die Kleinsten auch die Schärfsten.

Warenkunde:
Das in den Schoten enthaltene Alkaloid Capsaicin, welches für die Schärfe von Chilis verantwortlich ist, kann schmerzhaft sein, wenn es mit der Haut, mit den Augen oder der Nase in Berührung kommt. Unbedingt die Kerne entfernen, denn in ihnen ist die Schärfe konzentriert. Empfindliche Leute sollten zum Kleinschneiden der Chilischoten vorsichtshalber Gummihandschuhe tragen. Nach dem Rüsten in jedem Fall die Hände, Messer und Schneidebrett gründlich waschen und sich auf keinen Fall ins Gesicht fassen oder Kontaktlinsen einsetzen oder entfernen - es brennt wie Feuer!

Wer schon mal nichts ahnend in eine Paprikaschote gebissen und die Wirkung von Capsaicin, dem Scharfmacher in Paprika und Chili, gespürt hat, wird sich nicht wundern, dass dieser Stoff auch in der Medizin eine Rolle spielt. Neueren Datums ist die Erkenntnis, dass Capsaicin durch die Mobilisierung von Fettreserven den Fettabbau fördert. Scharf macht schlank. Andererseits kurbeln Chili & Co. auch den Appetit an, was den Effekt unter Umständen wieder zunichte macht. Länger bekannt und beliebt ist der Stoff als Bestandteil von Kapsikumpflaster, einem Rheumamittel. Äusserlich angewendet reizt Capsaicin die Nerven so sehr, dass sie beinahe unempfindlich werden. Und weil der Wirkstoff auch die Gefässe erweitert, empfehlen manche Ärzte, bei Kopfschmerzen einfach mal in eine Chili zu beissen. Das sorgt zwar für Feuer im Dach, hilft aber garantiert auch gegen allenfalls vorhandene Erkältungen.

Zubereitungstipps:
Kaum einmal braucht man frische Chilischoten in der Menge, in der sie meist angeboten werden. Zum Haltbarmachen können sie beispielsweise in Öl eingelegt werden. Vor allem ausgereifte rote Schoten eignen sich jedoch ausgezeichnet zum Trocknen. Am einfachsten ist es, sie auf starken Faden (Sternfaden) aufzufädeln; dazu jede Schote mit einer Nadel unterhalb des Stängelansatzes durchstechen und den Faden durchziehen. Man hängt sie an einem warmen, trockenen, luftigen Platz auf (z.B. über einem Heizkörper); nach etwa einer Woche sind die kleinen Früchte getrocknet. In einem gut verschlossenen Glas aufbewahrt halten sie sich etwa 1 Jahr. Getrocknete Chilis lassen sich gut mit einer Schere zerkleinern. Man sollte jedoch daran denken, diese nach Gebrauch gründlich zu waschen, um alle Spuren von Capsaicin zu entfernen.

Klein gehackt sorgen frische Chilis für gleichmässige Schärfe. Grössere Stücke sollten vor dem Servieren entfernt werden. Je länger eine Chilischote gegart wird, desto schärfer wird sie. Kurz mitgekocht, wie beim asiatischen Pfannenrühren im Wok, verleiht sie jedoch einem Gericht eine angenehme Schärfe und eine feine Würze.

Chilis sind eine wichtige Zutat für Currypasten und -pulver, Garam Masala und Sambal Oelek.